Edmund Jacobson (1888-1983) entstammte einer deutsch-jüdischen Familie, die in Chicago lebte. Er war Arzt und Physiologe. (Physiologie = eine Fachrichtung im Bereich der Medizin, die sich mit der Funktionsweise des menschlichen Organismus beschäftigt).
Schon während seines Studiums erforschte er die Zusammenhänge zwischen Muskelanspannung und seelischem Befinden insbesondere bei Stressbelastung (1908 Harvard Universität).
Sein Interesse daran war schon als Heranwachsender geweckt worden. In dieser Zeit verstarb ein guter Freund der Familie bei einem Hausbrand. Jacobson bemerkte, dass sein Vater, der nachbarschaftliche Hilfe geleistet hatte, aber den Freund nicht retten konnte, sich nachfolgend erheblich psychisch veränderte. Zuvor erschien ihm der Vater immer ruhig und überlegen. Nach diesem Erlebnis – so blieb es Jacobson in Erinnerung – hatte dieser sich verändert. Er wirkte nervös, ängstlich, angespannt.
Dieses persönliche Geschehen war ein wichtiger Motor für Jacobsons Forschungen.
Seine Studienergebnisse befähigten ihn, nachweisen zu können, dass geistige Aktivität nicht nur im Gehirn stattfindet, sondern auch im Körper messbar wird, also z.B. auch in der Muskulatur.
Die Devise von Jacobson lautete: „Betrachten wir einen Teil, dann betrachten wir den ganzen Körper aus dem Blickwinkel eines Teils; denn alles steht mit allem in Verbindung.“
Ein solcher ganzheitlicher Blickwinkel war für die damalige Wissenschaft ungewöhnlich. So wurden seine gedanklichen Vorstellungen, die sich größtenteils später auch wissenschaftlich belegen ließen, von der Hochschulmedizin kaum zur Kenntnis genommen und Jacobsons Theorien wenig unterstützt.
Und weiterhin folgerte Jacobson, dass jede geistige Aktivität eine muskuläre Anspannung bewirkt.
Sie können das ganz leicht nachvollziehen: Denken Sie nur an Ihren verspannten Rücken, wenn Sie sich länger konzentriert haben. Vergegenwärtigen Sie sich Ihre Körperhaltung, wenn Sie intensiv einem Gegenüber zuhören und nichts verpassen wollen. Sie kennen dieses angespannte (= verspannte) Gefühl.
Wichtige Erkenntnis dieser Überlegung: Auch umgekehrt führt die Entspannung der Skelettmuskulatur zu einer Verminderung der Gehirnaktivität im Sinne einer Entlastung. Denken Sie an den Grundsatz: Alles steht mit allem in Verbindung.
Bei der immer weiter führenden Forschung fielen Jacobson weitere körperliche Reaktionen bei Muskelentspannung auf und wurden von ihm genau festgehalten.
Diese Entlastungsreaktionen sind im Einzelnen:
Positive körperliche Reaktionen
- Verminderung des Sauerstoffverbrauches,
- Verlangsamung der Atmung
- Absinken der Herzfrequenz (Puls wird langsamer)
- Absinken des Blutdruckes
In neueren Untersuchungen wurden zusätzlich positive Einflüsse auf das Immunsystem festgestellt.
Positive Reaktionen auf das seelische Befinden
- ein vertiefter Ruhezustand
- ein allgemeines Wohlbefinden
- zum Teil ausgeprägtes wohliges Wärmegefühl
- angstlösende Wirkung
- Verbesserung des Schlafverhaltens
- zunehmende Gelassenheit bezüglich der Alltagsprobleme
- besserer Umgang mit Stress
All diese angenehmen Veränderungen können Sie an sich mit dieser Methode bewirken und die Vorteile daraus für sich ausschöpfen. Auch Ihre Umwelt wird dann positiv reagieren. Durch Ihre innere Ruhe strahlen Sie in gewissen Alltagssituationen eine ansteckende Souveränität aus. Dies wird auch Ihren Mitmenschen wohltun.
Ich darf Sie an dieser Stelle einladen, absolut gratis und ohne jegliche Verbindlichkeiten, das erste Kapitel meines Kurses zu lesen.
Zum 1. Kapitel: http://easy-relax-program.de/pages/free_test.htm
Sie bekommen auf dieser Seite auch die erste Übungskarte und die erste Audio-Datei zu diesem Kapitel!